Kindergarten ist nicht gleich Kindergarten

Momentan sind wir ja in einer etwas „besonderen“ Situation: Aufgrund der Tatsache, das wir bereits seit über 12 Monaten an der Planung unseres Hausumbaus dran sind (lange Geschichte.. reicht irgendwann mal für einen eigenen Blogbeitrag), sind wir im Moment an 2 Kindergärten angemeldet (bzw. Tinkerbell).

Der ursprüngliche Plan war mal, im Juli dort einzuziehen, damit Tinkerbell direkt in den neuen gehen kann (unser Haus ist etwa 50 km nördlich von Duisburg gelegen). Das hat aber anscheinend nicht geklappt.. wenn ich ausm Fenster gucke, sehe ich immer noch die Kühltürme von Mannesmann. ^^ Da wir natürlich auf der sicheren Seite sein wollten, wurde sie bereits am neuen Ort im Kindergarten angemeldet.. und das auch noch in einer integrativen Einrichtung mit Elterninitiative. :) Nix Tendenzbetrieb!! Allerdings fangen wir jetzt erst an zu bauen (genauer: in 2 Wochen) und der Einzug wird sich bis Februar / März verschieben. Deswegen geht Tinkerbell im Moment in Duisburg in eine städtische Einrichtung (Delfingruppe!! Ganz wichtig! ^^ ). Und hier sind mir extreme Unterschiede aufgefallen!

Dabei meine ich noch nicht mal die Erzieherinnen selber. Die machen einen super Job! Mich wundert eher die Interaktion der Eltern untereinander und das vernetzen (neudeutsch: Networking). Das findet im städtischen Kindergarten quasi nicht statt. Tinkerbell geht seit 5 Wochen dort hin und ich habe noch nicht einen einzigen anderen Elternteil kennengelernt. Wenn wir morgens dahin kommen, sind viele Kinder schon da.. es gibt kaum Veranstaltungen, wo man sich austauschen könnte.

Ganz anders der Kindergarten mit der Elterninitiative: Wir haben bereits sämtliche Erzieherinnen und Eltern kennengelernt. Wir waren sogar beim Vater-Kind-Zelten dabei (was ein Erlebnis!) und sind mittlerweile voll in den Ablauf integriert (E-Mails / Telefonlisten / usw.). Lediglich bei der aktiven Arbeit „dürfen“ wir aussetzen, bis wir den Umbau gestemmt haben. Ich bin auch ein bisschen stolz, das ich heute gefragt wurde, ob ich nicht ab nächstes Jahr ein Teil des Vorstandes sein möchte, um dort Aufgaben zu übernehmen. Kommt mir sehr entgegen, weil Gartenarbeit, Theaterstücke und solche Sachen einfach nix für mich sind. 😀

Bald geht es dann zur 1. Jahreshauptversammlung für uns.. und die städtische Einrichtung in Duisburg.. naja, ich glaube sowieso nicht, dass wir dort groß Kontakt finden MÜSSEN. Noch knappe 6 Monate und wir wohnen endlich wieder aufm Dorf! :)

Habt ihr schon mal ähnliche Erfahrungen gemacht?

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Ein Gedanke zu „Kindergarten ist nicht gleich Kindergarten

  1. Ich bin auch in einer sehr kleinen Stadt in den Kindergarten gegangen und der Vorteil für die Kinder und auch die Eltern ist halt, dass man sich untereinander meist schon kennt, zum Beispiel aus der gleichen Wohngegend. Und das geht dann ja auch weiter bis in die Schulzeit, in die Sportvereine etc. Ich bin heutzutage zum Beispiel teilweise noch mit den gleichen Leuten befreundet, mit denen ich aufgewachsen bin. Bei meiner Schwester, die in der Großstadt wohnt, ist es so, dass sie noch nicht mal genau weiß, für welche Kita sie am Ende die Zusage für den Kleinen bekommt. Es ist halt alles anonymer und alle gehen nach der Kindergartenzeit eher wieder getrennte Wege als das in einer Kleinstadt oder speziell auf dem Dorf der Fall ist.

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