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Mach es zu deinem Projekt…

.. das war die Ansage. Wenn einem langweilig ist, dann beschafft man sich Arbeit. 😀 Ich will euch mal zeigen, warum es in letzter Zeit kaum Beiträge von uns gibt. Wir bauen nämlich gerade um. Das Elternhaus meiner Frau gehört jetzt uns und wir werden daraus ein Mehrgenerationenhaus bauen (endlich ein Babysitter in Reichweite!!).  Die Planung zieht sich jetzt schon über 1,5 Jahre hin. Es ging fast alles schief, was schief gehen konnte. Aber irgendwann stand die Finanzierung, der Bauantrag war durch und so konnten wir Anfang Oktober starten.

So sah das Haus ganz am Anfang aus:

Wir reden hier von einem kleinen 130 qm Einfamilienhaus mit gut 1.000 qm Garten. Eigentlich ideal für eine kleine Familie. Also für uns. Vor allem ist es total dörflich gelegen (trotzdem VDSL 50 verfügbar!) und nicht so hektisch wie bei uns in Duisburg. Zuerst haben wir einen Großteil der Abrissarbeiten übernommen. Holzdielen, Kabel, Heizungen.. alles musste raus. Das zog sich über 3 Wochen hin:

Danach kamen die Vorbereitungen des Bauunternehmers.. die Bodenplatte:

Danach wurden die Wände aufgebaut. Der Anbau beherbergt quasi unsere Wohn- und Esszimmer (für beide Wohnungen):

 

Der Bauunternehmer kam eigentlich recht schnell voran. Mittlerweile ist auch der Neubau innen gut voran gekommen. In der oberen Etage stehen jetzt vereinzelte Wände. ^^ Leider kann man das große Ganze noch nicht sehen.. dafür ist es einfach zu eng und meine Handykamera nicht gut genug.

Immerhin soll der Rohbau Freitag abgeschlossen sein. Danach fängt der Dachdecker mit seiner Arbeit an und wir starten im Januar schonmal mit der Elektroinstallation.

 

Mit etwas Glück sollte Ende März / Anfang April Einzug sein.. allerdings wird dann das Haus noch nicht komplett fertig sein. Hauptsache, wir haben Heizung, Strom und ne Dusche. :)

Wofür gibts den Papa überhaupt?

Die Wiebke von Verflixter Alltag hat zu einer „Paparade“ aufgerufen und da sollte man natürlich gerade als Papa eine Meinung haben! Also warum sind wir Väter so verdammt wichtig, bzw. was kann ich, was meine Frau nicht kann?? :)

  1. Toben – definitiv. Sobald es auf die Schultern geht, gekitzelt oder geklettert wird, ist der Papa gefragt. Niemals die Mama. Im Oki-Doki-Land darf die Mama gerne zugucken, aber der Papa klettert auf sämtliche Gerüste und Hüpfburgen mit drauf. Dazu tanzen wir natürlich regelmäßig alles nach, was Tinkerbell im Kindergarten gelernt hat.
  2. Kochen – Seien wir ehrlich (und ich hoffe, meine Frau verzeiht mir): Ich bin der bessere Koch. Da ich etwas „spezielle“ Probleme bei bestimmten Nahrungsmitteln habe, musste ich mir in den letzten Jahren ein gewisses Repertoire an Kochfähigkeiten aneignen, um überleben zu können. Das hat super geklappt.. sieht man an meinem leichten Übergewicht. ^^ Meine Bolognese ist familienweit bekannt, ich kann sogar Chili con carne. :) Und natürlich jede Menge mehr. Nur Pizza und Aufläufe.. das wird es bei mir niemals geben, das ist dann der Job meiner Frau.
  3. Grillen – Ich zähle das getrennt auf, weil das nicht unbedingt was mit „Kochen“ an sich zu tun hat. Immer, wenn die Sonne scheint und Tinkerbell gefragt wird, was es zu essen geben soll, kommt „Grillen! Papa soll Grillen“. Also Fleisch rangeholt, Nudelsalat selbst gemacht und alles auf den (leider) E-Grill. Bei meiner Schwiegermutter im Garten steht der tolle Weber Grill, den kann ich aber nicht bei uns aufm Balkon benutzen. Tinkerbell ist total fasziniert davon und hilft mir immer, das Fleisch rechtzeitig zu drehen. Bei uns eindeutig ein Papa / Kind Ding! :)
  4. Wäsche waschen – Wobei das nur die halbe Wahrheit ist. Ich bin nicht in der Lage, zwischen dunkler, bunter und weißer Wäsche zu unterscheiden. Das ist mir vollkommen wumpe. ABER wenn man mir einen Korb Wäsche in die Hand drückt, gehe ich zu jeder Tag- und Nachtzeit runter (die 2 Etagen in den Keller) und kümmere mich darum, dass Waschmaschine / Trockner laufen!
  5. Rücken freihalten – Rechnungen müssen überwiesen werden? Das Monatsbudget muss überwacht werden? Das ist genau MEIN Ding! Nachteil davon: Meine Frau muss sich sehr kreative Wege einfallen lassen, mir Geschenke zu kaufen. Ich prüfe alle Abbuchungen und bin mir nicht zu schade, bei unbekannten Bewegungen auf dem Konto, nachzuhaken. Zusätzlich steuere ich sämtliche Versicherungsangelegenheiten und kämpfe mit den Ämtern (mal mehr, mal weniger erfolgreich).
  6. Großwildjäger – Spinnen und anderes Getier werden von mir fachgerecht entsorgt. Da bin ich ganz der Jäger. Was mir den ewigen Dank meiner Frauen einbringt. Obwohl ich selber rumkreische wie so ein Mädchen.. habe ja auch panische Angst vor allem, was mehr als 4 Beine hat!
  7. Kindergarten – Da wir beide (wieder) Vollzeit arbeiten gehen, hat sich bei uns ein gewisser Arbeitsablauf eingeschliffen. So ist es vom Vorteil, dass meine Frau in der Woche grundsätzlich Frühschicht arbeitet und die schon um 6 Uhr startet. Meine Bürozeiten gehen so ab 8.30 Uhr los. Das heißt, dass ich IMMER die Frühschicht übernehme, Tinkerbell anziehe, Mittagessen vorbereite und sie zum Kindergarten bringe. Meine Frau holt sie dann pünktlich um 14.30 Uhr ab und hat den Nachmittag mit ihr.
  8. Zukunft – Ich freue mich schon darauf, wenn Sie in die Schule geht und ich ihr Englisch und Mathe-Nachhilfe geben kann! :)

Allerdings kann und darf der Papa leider nicht alles machen. So darf ich beispielsweise abends nur ganz selten mit ihr kuscheln. Gute-Nacht-Kuss gibt es auch nur sporadisch („Nein Papa! KEIN KUSS!“). Am Abend Geschichten lesen ist auch etwas, das mir überhaupt nicht liegt. Dazu kommt, dass ich extrem unkreativ bin und mich basteln / malen einfach nur überanstrengt. Nach 3 Minuten Wasserfarben malen, habe ich überhaupt keine Lust mehr. Aber stundenlang in Excel programmieren und Diagramme basteln. DAS kann ich. ^^

Ich hoffe, ich habe nichts vergessen.. das war also mein Beitrag zu „Warum sind wir Väter so extrem wichtig!“ :) Es gibt definitiv viele Tätigkeiten, bei denen ich nicht wüsste, wie die funktionieren sollten, wenn einer von uns beiden nicht mehr da wäre..

 

Kindergarten ist nicht gleich Kindergarten

Momentan sind wir ja in einer etwas „besonderen“ Situation: Aufgrund der Tatsache, das wir bereits seit über 12 Monaten an der Planung unseres Hausumbaus dran sind (lange Geschichte.. reicht irgendwann mal für einen eigenen Blogbeitrag), sind wir im Moment an 2 Kindergärten angemeldet (bzw. Tinkerbell).

Der ursprüngliche Plan war mal, im Juli dort einzuziehen, damit Tinkerbell direkt in den neuen gehen kann (unser Haus ist etwa 50 km nördlich von Duisburg gelegen). Das hat aber anscheinend nicht geklappt.. wenn ich ausm Fenster gucke, sehe ich immer noch die Kühltürme von Mannesmann. ^^ Da wir natürlich auf der sicheren Seite sein wollten, wurde sie bereits am neuen Ort im Kindergarten angemeldet.. und das auch noch in einer integrativen Einrichtung mit Elterninitiative. :) Nix Tendenzbetrieb!! Allerdings fangen wir jetzt erst an zu bauen (genauer: in 2 Wochen) und der Einzug wird sich bis Februar / März verschieben. Deswegen geht Tinkerbell im Moment in Duisburg in eine städtische Einrichtung (Delfingruppe!! Ganz wichtig! ^^ ). Und hier sind mir extreme Unterschiede aufgefallen!

Dabei meine ich noch nicht mal die Erzieherinnen selber. Die machen einen super Job! Mich wundert eher die Interaktion der Eltern untereinander und das vernetzen (neudeutsch: Networking). Das findet im städtischen Kindergarten quasi nicht statt. Tinkerbell geht seit 5 Wochen dort hin und ich habe noch nicht einen einzigen anderen Elternteil kennengelernt. Wenn wir morgens dahin kommen, sind viele Kinder schon da.. es gibt kaum Veranstaltungen, wo man sich austauschen könnte.

Ganz anders der Kindergarten mit der Elterninitiative: Wir haben bereits sämtliche Erzieherinnen und Eltern kennengelernt. Wir waren sogar beim Vater-Kind-Zelten dabei (was ein Erlebnis!) und sind mittlerweile voll in den Ablauf integriert (E-Mails / Telefonlisten / usw.). Lediglich bei der aktiven Arbeit „dürfen“ wir aussetzen, bis wir den Umbau gestemmt haben. Ich bin auch ein bisschen stolz, das ich heute gefragt wurde, ob ich nicht ab nächstes Jahr ein Teil des Vorstandes sein möchte, um dort Aufgaben zu übernehmen. Kommt mir sehr entgegen, weil Gartenarbeit, Theaterstücke und solche Sachen einfach nix für mich sind. 😀

Bald geht es dann zur 1. Jahreshauptversammlung für uns.. und die städtische Einrichtung in Duisburg.. naja, ich glaube sowieso nicht, dass wir dort groß Kontakt finden MÜSSEN. Noch knappe 6 Monate und wir wohnen endlich wieder aufm Dorf! :)

Habt ihr schon mal ähnliche Erfahrungen gemacht?

Der Skeptiker hats schwer!

Ich wurde zwar nicht so erzogen, aber über die Jahre hat mich meine starke Neugier und Wissbegierigkeit zu etwas gemacht: Einem Skeptiker. Ich glaube generell erst mal gar nichts ohne Beweis.

Mit irgendwelchen Göttern, Feen oder Spaghettimonstern braucht mir daher keiner kommen (auch, wenn Marvel und DC einen Superjob machen und ich die Filme quasi verschlinge). Seitdem ich mich in dieser „Mutter / Vater / Eltern“ Blogger Szene umgucke und viel bei der GWUP lese, stoße ich immer auf dasselbe Thema: Homöopathie! Seit Jahren beschäftige ich mich immer wieder mit diversen Parawissenschaften und Verschwörungstheorien (Tachyonen, Heilpraktiker, Chemtrails), aber gerade unter Eltern ist keines so umstritten wie die „Alternativmedizin“.

Gerade erst vor ein paar Tagen habe ich mich hier zu einem Thema geäußert und sofort kam entsprechender Gegenwind.. na gut, ich provoziere es halt auch, denn ich kann nicht verstehen, wie erwachsene Menschen, die auch nicht unbedingt ungebildet sein müssen, an so einen Humbug glauben. Nach 5 Minuten Grundlagenforschung (und da reicht schon Wikipedia!) muss doch jedem klar sein, dass das gar nicht funktionieren KANN! Die Theorien entbehren jeder Grundlagen und widersprechen den fundamentalsten Naturgesetzen! Christoph hat da auch sehr schön drüber geschrieben und ich verstehe gar nicht, warum dieser gute Beitrag keine größere Beachtung findet.

Die Theorien des Samuel Hahnemann wurden seit 200 Jahren nicht verändert oder angepasst. Sie werden fast wie eine Religion gehütet und unverändert weitergegeben. So etwas gibt es in den Naturwissenschaften eigentlich nicht. Normalerweise kommt man nur durch das Überprüfen und Scheitern weiter.  Sonst bräuchte man auch kein CERN und keine ISS. Früher dachte man auch, die Welt sei eine Scheibe.. damit kann man heute keinen Blumentopf mehr gewinnen.

Dabei werden von der Befürworterseite immer irgendwelche „tollen persönlichen“ Erfahrungen angebracht, die aber überhaupt nicht repräsentativ sind. Es gibt bis heute nicht EINE EINZIGE Studie, die irgendeine Wirksamkeit (außer Placebo Effekt) feststellen konnte. In die Globulis werden die merkwürdigsten Inhaltsstoffe reingematscht.. von wegen „natürlich“. Verschiedenster Kotarten und Gifte werden soweit verdünnt, dass sie nicht mehr meßbar sind und dann noch in tollklingende lateinische Namen verpackt. Das fällt ja dann auch nicht so auf. 😉 Wie Christoph schon schrieb, finde ich es auch bedenklich, bereits Kleinkindern beizubringen, dass es sich hier um Medizin handelt. Meine Frau gab unserer Tochter beim Zahnen selber Osanit, obwohl ich das nicht wollte. Da redete ich aber gegen Wände. Immerhin wurde danach das Kind ruhiger.. klar, sie war ja mit Kauen beschäftigt. Mit knapp 7 Monaten. Kinder sollten mit so etwas einfach nicht aufwachsen, sie können sich ja nicht mal dagegen wehren.

Und dann muss man sich in Foren und den sozialen Medien von Übermuttis regelrecht anmachen lassen, weil man versucht, solche Behauptungen nicht unkommentiert im Raum stehen zu lassen. Es gibt nämlich bestimmt viele Menschen da draussen, die sich nicht damit beschäftigen und so etwas für bare Münze nehmen. Dabei hilft es natürlich nicht gerade, dass das Zeug in jeder Apotheke zu haben ist. Meiner Meinung nach sollte es dort keine Globulis zu kaufen geben!

Das Thema ist extrem umfassend und kompliziert, ich empfehle ein paar weiterführende Links! Ich kann nur sagen, informiert euch und glaubt nicht an die Weltverschwörung! 😉

Youtube Beitrag zum Thema:

Und noch eine Doku zum Thema: