Kategorie-Archiv: Kinder

Wofür gibts den Papa überhaupt?

Die Wiebke von Verflixter Alltag hat zu einer „Paparade“ aufgerufen und da sollte man natürlich gerade als Papa eine Meinung haben! Also warum sind wir Väter so verdammt wichtig, bzw. was kann ich, was meine Frau nicht kann?? :)

  1. Toben – definitiv. Sobald es auf die Schultern geht, gekitzelt oder geklettert wird, ist der Papa gefragt. Niemals die Mama. Im Oki-Doki-Land darf die Mama gerne zugucken, aber der Papa klettert auf sämtliche Gerüste und Hüpfburgen mit drauf. Dazu tanzen wir natürlich regelmäßig alles nach, was Tinkerbell im Kindergarten gelernt hat.
  2. Kochen – Seien wir ehrlich (und ich hoffe, meine Frau verzeiht mir): Ich bin der bessere Koch. Da ich etwas „spezielle“ Probleme bei bestimmten Nahrungsmitteln habe, musste ich mir in den letzten Jahren ein gewisses Repertoire an Kochfähigkeiten aneignen, um überleben zu können. Das hat super geklappt.. sieht man an meinem leichten Übergewicht. ^^ Meine Bolognese ist familienweit bekannt, ich kann sogar Chili con carne. :) Und natürlich jede Menge mehr. Nur Pizza und Aufläufe.. das wird es bei mir niemals geben, das ist dann der Job meiner Frau.
  3. Grillen – Ich zähle das getrennt auf, weil das nicht unbedingt was mit „Kochen“ an sich zu tun hat. Immer, wenn die Sonne scheint und Tinkerbell gefragt wird, was es zu essen geben soll, kommt „Grillen! Papa soll Grillen“. Also Fleisch rangeholt, Nudelsalat selbst gemacht und alles auf den (leider) E-Grill. Bei meiner Schwiegermutter im Garten steht der tolle Weber Grill, den kann ich aber nicht bei uns aufm Balkon benutzen. Tinkerbell ist total fasziniert davon und hilft mir immer, das Fleisch rechtzeitig zu drehen. Bei uns eindeutig ein Papa / Kind Ding! :)
  4. Wäsche waschen – Wobei das nur die halbe Wahrheit ist. Ich bin nicht in der Lage, zwischen dunkler, bunter und weißer Wäsche zu unterscheiden. Das ist mir vollkommen wumpe. ABER wenn man mir einen Korb Wäsche in die Hand drückt, gehe ich zu jeder Tag- und Nachtzeit runter (die 2 Etagen in den Keller) und kümmere mich darum, dass Waschmaschine / Trockner laufen!
  5. Rücken freihalten – Rechnungen müssen überwiesen werden? Das Monatsbudget muss überwacht werden? Das ist genau MEIN Ding! Nachteil davon: Meine Frau muss sich sehr kreative Wege einfallen lassen, mir Geschenke zu kaufen. Ich prüfe alle Abbuchungen und bin mir nicht zu schade, bei unbekannten Bewegungen auf dem Konto, nachzuhaken. Zusätzlich steuere ich sämtliche Versicherungsangelegenheiten und kämpfe mit den Ämtern (mal mehr, mal weniger erfolgreich).
  6. Großwildjäger – Spinnen und anderes Getier werden von mir fachgerecht entsorgt. Da bin ich ganz der Jäger. Was mir den ewigen Dank meiner Frauen einbringt. Obwohl ich selber rumkreische wie so ein Mädchen.. habe ja auch panische Angst vor allem, was mehr als 4 Beine hat!
  7. Kindergarten – Da wir beide (wieder) Vollzeit arbeiten gehen, hat sich bei uns ein gewisser Arbeitsablauf eingeschliffen. So ist es vom Vorteil, dass meine Frau in der Woche grundsätzlich Frühschicht arbeitet und die schon um 6 Uhr startet. Meine Bürozeiten gehen so ab 8.30 Uhr los. Das heißt, dass ich IMMER die Frühschicht übernehme, Tinkerbell anziehe, Mittagessen vorbereite und sie zum Kindergarten bringe. Meine Frau holt sie dann pünktlich um 14.30 Uhr ab und hat den Nachmittag mit ihr.
  8. Zukunft – Ich freue mich schon darauf, wenn Sie in die Schule geht und ich ihr Englisch und Mathe-Nachhilfe geben kann! :)

Allerdings kann und darf der Papa leider nicht alles machen. So darf ich beispielsweise abends nur ganz selten mit ihr kuscheln. Gute-Nacht-Kuss gibt es auch nur sporadisch („Nein Papa! KEIN KUSS!“). Am Abend Geschichten lesen ist auch etwas, das mir überhaupt nicht liegt. Dazu kommt, dass ich extrem unkreativ bin und mich basteln / malen einfach nur überanstrengt. Nach 3 Minuten Wasserfarben malen, habe ich überhaupt keine Lust mehr. Aber stundenlang in Excel programmieren und Diagramme basteln. DAS kann ich. ^^

Ich hoffe, ich habe nichts vergessen.. das war also mein Beitrag zu „Warum sind wir Väter so extrem wichtig!“ :) Es gibt definitiv viele Tätigkeiten, bei denen ich nicht wüsste, wie die funktionieren sollten, wenn einer von uns beiden nicht mehr da wäre..

 

Kindergarten ist nicht gleich Kindergarten

Momentan sind wir ja in einer etwas „besonderen“ Situation: Aufgrund der Tatsache, das wir bereits seit über 12 Monaten an der Planung unseres Hausumbaus dran sind (lange Geschichte.. reicht irgendwann mal für einen eigenen Blogbeitrag), sind wir im Moment an 2 Kindergärten angemeldet (bzw. Tinkerbell).

Der ursprüngliche Plan war mal, im Juli dort einzuziehen, damit Tinkerbell direkt in den neuen gehen kann (unser Haus ist etwa 50 km nördlich von Duisburg gelegen). Das hat aber anscheinend nicht geklappt.. wenn ich ausm Fenster gucke, sehe ich immer noch die Kühltürme von Mannesmann. ^^ Da wir natürlich auf der sicheren Seite sein wollten, wurde sie bereits am neuen Ort im Kindergarten angemeldet.. und das auch noch in einer integrativen Einrichtung mit Elterninitiative. :) Nix Tendenzbetrieb!! Allerdings fangen wir jetzt erst an zu bauen (genauer: in 2 Wochen) und der Einzug wird sich bis Februar / März verschieben. Deswegen geht Tinkerbell im Moment in Duisburg in eine städtische Einrichtung (Delfingruppe!! Ganz wichtig! ^^ ). Und hier sind mir extreme Unterschiede aufgefallen!

Dabei meine ich noch nicht mal die Erzieherinnen selber. Die machen einen super Job! Mich wundert eher die Interaktion der Eltern untereinander und das vernetzen (neudeutsch: Networking). Das findet im städtischen Kindergarten quasi nicht statt. Tinkerbell geht seit 5 Wochen dort hin und ich habe noch nicht einen einzigen anderen Elternteil kennengelernt. Wenn wir morgens dahin kommen, sind viele Kinder schon da.. es gibt kaum Veranstaltungen, wo man sich austauschen könnte.

Ganz anders der Kindergarten mit der Elterninitiative: Wir haben bereits sämtliche Erzieherinnen und Eltern kennengelernt. Wir waren sogar beim Vater-Kind-Zelten dabei (was ein Erlebnis!) und sind mittlerweile voll in den Ablauf integriert (E-Mails / Telefonlisten / usw.). Lediglich bei der aktiven Arbeit „dürfen“ wir aussetzen, bis wir den Umbau gestemmt haben. Ich bin auch ein bisschen stolz, das ich heute gefragt wurde, ob ich nicht ab nächstes Jahr ein Teil des Vorstandes sein möchte, um dort Aufgaben zu übernehmen. Kommt mir sehr entgegen, weil Gartenarbeit, Theaterstücke und solche Sachen einfach nix für mich sind. 😀

Bald geht es dann zur 1. Jahreshauptversammlung für uns.. und die städtische Einrichtung in Duisburg.. naja, ich glaube sowieso nicht, dass wir dort groß Kontakt finden MÜSSEN. Noch knappe 6 Monate und wir wohnen endlich wieder aufm Dorf! :)

Habt ihr schon mal ähnliche Erfahrungen gemacht?